Es ist ein ziemlicher Mythos, dass Vibratoren ein ausschließlicher Spaß für die Frauenwelt seien. Ganz im Gegenteil. Auch Vibratoren für Männer können durch kräftige Vibrationen höchste Genüsse erfahren.

Einige Dinge, die dabei besonders gut funktionieren sowie auch Empfehlungen für entsprechende Vibratoren für den Mann zeigt der folgende Ratgeber.

1. Fast ohne Hände

Ein Mann, vielleicht ein Porno oder nur seine Fantasie. Eine klassische Konstellation, um sich eine gute Zeit zu bescheren. Allerdings braucht es dazu nicht die Hand am Penis, manchmal reicht auch für den Mann ein Vibrator.

Die allermeisten Männer sind durchaus in der Lage, vollkommen ohne „Handauflegen“ sehr intensive Orgasmen zu bekommen.

Dazu braucht es zunächst einen Vibrator. Tatsächlich ist die Form relativ gleichgültig. Es können sowohl klassische Vibratoren zu Einsatz kommen wie auch Auflegevibratoren.

Vibratoren für Männer Kaktus
Die Vielfalt ist groß bei den Vibratoren für Männer

Ebenfalls gut, vielleicht sogar am besten geeignet sind jedoch Vibro-Eier. Wer sich ein solches Toy anschafft, sollte darauf achten, dass es möglichst stark vibriert – Penis und Eichel haben ob ihrer Größe eine im Vergleich zur Klitorisregion der Frau (für die die meisten Vibratoren entworfen wurden) geringere Dichte an Nerven und brauchen deshalb etwas mehr Kraft.

Nun muss man(n) bloß noch seine Eichel freilegen. An deren Unterseite befindet sich eine Vertiefung. Dort wird der Vibrator drangehalten. Je nachdem, in welchem Winkel der Penis steht, wenn er erigiert ist, muss man sein Spielzeug zwar festhalten, aber es braucht keinerlei weitere manuelle Stimulation.

Tipp: Beim Orgasmus gegen den Reflex ankämpfen, den Vibrator wegzuziehen. Das würde sich ansonsten so anfühlen, als würde man beim klassischen Onanieren mittendrin aufhören – ein ruinierter Orgasmus wäre die Folge.

2. Mit Händen und „Bonus“

Wir leben in aufgeklärten Zeiten – immer mehr Männer akzeptieren, dass das Einbeziehen des eigenen Pos zur Luststeigerung gar nichts Verwerfliches ist, sondern einfach nur großen Spaß bereitet.

Nun gibt es einige Männer, die auf die Stimulation von Anus und Prostata so stark reagieren, dass sie in der Lage sind, allein dadurch zu kommen. Allerdings braucht das ein gewisses Körpertraining.

Für den Anfang sollte man deshalb harmloser vorgehen. Dazu braucht es einen sehr dünnen normalen (weichen) Vibrator oder gleich einen Anal-Vibrator – gerne auch mit Prostata-Stimulator, der ist allerdings kein Muss. Und ganz wichtig:

  • Viel Gleitgel
  • Ausreichend Zeit (kein Druck)
  • Eine entspannende Atmosphäre

Kenner empfehlen zur Einstimmung etwas normale Handarbeit. Befindet man sich dadurch auf einem gewissen Lust-Level, kann man vorsichtig Anus und Vibrator mit Gleitgel bestreichen und letzteren vorsichtig und auf einer niedrigen Vibrationsstufe einführen – das Vibrieren hilft beim Entspannen.

Ist der Vibrator so weit eingeführt, dass er nicht herausrutschten kann, wird es Zeit, an sich selbst Hand anzulegen, also den Penis auf herkömmliche Weise zu stimulieren.

Wer dabei unsicher ist, kann sich hinhocken, um zu verhindern, dass der Vibrator wieder herausrutscht. Die zusätzliche anale Stimulation wird schnell dafür sorgen, dass ein starker Orgasmus kommt.

Tipp: Diesen Punkt für vollen Vibrationsgenuss mit dem ersten kombinieren.

3. Gemeinsam und vibrierend für Mann und Frau

Ganz gleich, ob es sich um eine Beziehungspartnerin handelt, ob man kostenlose Sextreffen in allen Bundesländern wahrnimmt oder einen simplen One-Night-Stand mitmacht: Auch beim normalen vaginalen Sex können Männer von Vibrationen profitieren – genauer genommen sogar beide Partner.

Dazu hat der Erfindungsreichtum der Sexspielzeug-Erfinder nämlich das perfekte Werkzeug erschaffen, den sogenannten Partner-Vibrator für Mann und Frau zugleich.

Er hat die Form eines ungleichen U. Der äußere Teil enthält die Batterien und die Bedienelemente. Der innere ist sehr flach und weich und vibriert. Dieser Teil wird in die Vagina eingeführt, der restliche Part kommt auf dem Venushügel zu liegen.

Dann gesellt man(n) seinen Penis hinzu. Das hat vier Effekte:

  1. Die Vagina wird künstlich verengt. Dadurch steigen Reibung und das Gefühl des Ausgefüllt-seins, Sex wird für beide intensiver.
  2. Der innere Teil liegt direkt auf dem G-Punkt, wird durch den Penis auch noch fest dagegen gedrückt und vibriert – für viele Frauen in der Kombination mit Sex phänomenal.
  3. Der äußere Teil berührt die Klitoris und vibriert auch dort – also gleich drei Stimulationen für die Frau gleichzeitig.
  4. Der Penis hat ebenfalls Direktkontakt zum vibrierenden Innenteil und bekommt ordentliche Vibrationen mit.

Das Ergebnis beschreiben viele Pärchen als „absolut unmöglich, einen Orgasmus zu kontrollieren“. Beide Partner werden also nicht nur schnell, sondern auch ziemlich intensiv kommen.

4. Umgeschnallter Rollentausch

Normalerweise dringt der Mann in die Frau ein. Wer allerdings Punkt 2 unserer Liste bereits ausprobiert und nicht nur generell Geschmack an analer Stimulation gefunden hat, sondern darin auch geübt ist, kann mit einer Partnerin durchaus auf die nächste Ebene steigen.

Hierbei handelt es sich um etwas, das fachsprachlich als Pegging bezeichnet wird: Sie dringt in ihn ein und die beiden haben so Sex miteinander.

Wie geht das? Ganz einfach: Dazu nutzt Frau einen Strapon. Das ist ein Gürtel, der vorne, wo beim Mann der Penis sitzt, mit einem Vibrator oder Dildo ausgestattet werden kann.

Tipp

Unbedingt auf solche Strapons setzen, bei denen das Spielzeug beliebig ausgetauscht werden kann.

Das kostet für manche Männer einiges an Überwindung – auch Frauen müssen dabei sehr einfühlsam sein. Vor allem deshalb, weil die stoßende Hüftbewegung, die man als Mann seit seinem ersten Mal routiniert erlernt hat, den meisten Ladies (noch) nicht so gewohnt ist und sie daher zu starkem Zustoßen tendieren – was mitunter seinen Spaß in Schmerz kippen lässt.

Empfehlung

Für diese Stellung empfiehlt es sich deshalb:

  1. Einen möglichst dünnen, weichen Vibrator für den Mann zu nehmen.
  2. Die Reiterstellung zu wählen, damit der Mann bestimmen kann, wie schnell und wie tief der Sex geht.

Vor allem für Anfänger sollte es dabei weniger um die anale Stimulation gehen, sondern darum, ein beidseitiges Gefühl für diese vertauschten Rollen zu entwickeln – nicht wenige stellen dabei fest, dass sie im Kopf sehr stark in ihren klassischen Sex-Rollenbildern stecken.

Ist allerdings die Routine da, kann diese Vibratornutzung sehr viel Spaß machen. Und dabei gibt es 4 Variationen:

  • 1. Variation: Sie ergreift in der Reiterstellung seinen Penis mit der Hand oder aber stimuliert ihn per zusätzlichem Vibrator.
  • 2. Variation: Sie nutzt die Tatsache, dass viele Strapons die Vagina freilassen und stimuliert sich dort selbst – das geht am besten durch einen fernsteuerbaren Vibrator, damit man nicht um den Strapon herumgreifen muss.
  • 3. Variation: Sie nutzt auch bei sich einen Anal-Vibrator, sodass beide Partner anal stimuliert werden.

Fazit zu den Vibratoren für Männer

Vibratoren für Männer sind längst in der Sextoy-Welt angekommen. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass immer mehr Männer zu einem solchen Spielzeug greifen.

[Gesamt:1    Durchschnitt: 5/5]